Skip to content
Eine Zeichnung zeigt einen Fotografen, der ratlos auf sein Kameradisplay blickt, während er einen Mann in einem fein gemusterten Hemd filmt, das Bildstörungen verursacht.

Wer hat Angst vor den Moire Effekt!

Wissenswertes

Wie geht man mit Mitarbeitenden um, die sich nicht fotografieren lassen möchten? +

Die Entscheidung gegen eine Aufnahme ist zu respektieren. Zwang führt zu negativen Ergebnissen. Oft können diese Personen in Gruppenaufnahmen im Hintergrund oder in Situationen eingebunden werden, in denen sie nicht direkt erkennbar sind, sofern dies gewünscht ist.

Welche Vorbereitungen sind seitens der Unternehmensführung nötig? +

Wichtig sind die rechtzeitige Information der Belegschaft, die Klärung der Nutzungsrechte sowie die Organisation der Räumlichkeiten und Zeitfenster, um den regulären Arbeitsablauf so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

Sollte eine Visagistin oder ein Visagist hinzugezogen werden? +

Bei hochwertigen Porträts kann dies sinnvoll sein, um Glanzstellen zu vermeiden und für ein frisches Aussehen zu sorgen. Bei der Dokumentation realer Arbeitssituationen ist dies oft nicht notwendig, da hier der dokumentarische Charakter im Vordergrund steht.

Die authentische Darstellung eines Unternehmens basiert maßgeblich auf den Menschen, die dort arbeiten. Während professionelle Modelle Routinen im Umgang mit der Kamera besitzen, stellt die Situation eines Fotoshootings für Mitarbeitende oft eine ungewohnte Herausforderung dar. Eine klare Kommunikation und strukturierte Vorbereitung sind daher essenziell, um Unsicherheiten abzubauen und Ergebnisse zu erzielen, die sowohl die Unternehmenswerte transportieren als auch die Persönlichkeit der Abgebildeten wahren.

Transparenz und Zielsetzung

Der erste Schritt zu einer erfolgreichen Einbindung der Belegschaft ist die Vermittlung des „Warum“. Oft entstehen Vorbehalte aus Unklarheit darüber, wie und wo die Bilder verwendet werden. Eine offene Kommunikation über den Zweck der Aufnahmen – sei es für die Website, Broschüren oder die interne Kommunikation – schafft Vertrauen. Es geht nicht um die Inszenierung von Perfektion, sondern um die glaubwürdige Darstellung von Kompetenz und Teamstruktur. Wenn Mitarbeitende verstehen, dass ihre Abbildung ein wertschätzender Teil der Unternehmensidentität ist, steigt die Bereitschaft zur Mitwirkung.

Freiwilligkeit und rechtliche Rahmenbedingungen

Ein wesentlicher Faktor für eine entspannte Atmosphäre ist das Prinzip der Freiwilligkeit. Druck erzeugt Anspannung, die auf Bildern sichtbar wird. Es empfiehlt sich, frühzeitig zu klären, wer bereit ist, vor der Kamera zu stehen. Dies berührt auch organisatorische und juristische Aspekte. Eine saubere Klärung der Nutzungsrechte gibt allen Beteiligten Sicherheit.

Die Wahl der Umgebung

Die Umgebung, in der fotografiert wird, beeinflusst das Wohlbefinden der Porträtierten erheblich. Aufnahmen direkt am Arbeitsplatz wirken oft natürlicher, da sich die Mitarbeitenden in ihrem gewohnten Umfeld bewegen und mit vertrauten Gegenständen oder Werkzeugen interagieren können. Dies hilft, die Hände zu beschäftigen und die Nervosität vor der Linse zu reduzieren. Alternativ können neutralere Orte wie eine Lobby oder ein Besprechungsraum gewählt werden, um eine ruhigere Bildsprache zu erzielen.

Zeitplanung und Ablauf

Zeitdruck ist kontraproduktiv. Ein realistischer Zeitplan, der Pufferzeiten vorsieht, ermöglicht es, ohne Hektik zu arbeiten. Dies gilt insbesondere, wenn Arbeitsprozesse dokumentiert werden sollen, ohne den operativen Betrieb massiv zu stören. Eine professionelle fotografische Begleitung zeichnet sich hier durch Ruhe und klare Anweisungen aus, die den Mitarbeitenden die Verantwortung für das „Posing“ abnehmen. Die Aufgabe der fotografischen Fachkraft ist es, die Situation zu steuern und vorteilhafte Momente zu erkennen, sodass sich die Mitarbeitenden auf ihre Tätigkeit oder das Gespräch konzentrieren können.

Kleidung und Erscheinungsbild

Fragen zur Kleidung („Was soll ich anziehen?“) sind häufig Ausdruck von Unsicherheit. Hier helfen klare, aber nicht zu restriktive Leitlinien. In vielen Branchen, etwa im Gesundheitswesen oder auf Baustellen, ist die Arbeitskleidung vorgegeben, was die Entscheidung erleichtert und die Authentizität unterstreicht. In Büroumgebungen empfiehlt sich Kleidung, in der sich die Person wohlfühlt und die gleichzeitig dem professionellen Kontext entspricht. Authentizität entsteht dann, wenn die Person sich nicht verkleidet fühlt.

Kontakt
Fotograf und Filmdesigner
Markus Lehr
Rintheimer Str. 9
Karlsruhe

Markus Lehr ist Fotograf für Unternehmen, Architektur und Mitarbeiterportraits in Karlsruhe.

Er erstellt authentische Businessfotografie für Unternehmen, Agenturen und Institutionen –

für Websites, Employer Branding und Unternehmenskommunikation.